Jahreswohlstandsbericht 2021 - Die Pandemie als Katalysator

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion ;FEST

Titel: Jahreswohlstandsbericht 2021 - Die Pandemie als Katalysator
Laufzeit: November 2020 bis Juli 2021
gefördert von:
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
bearbeitet von: 
Hans Diefenbacher, Benjamin Held, Dorothee Rodenhäuser
Kooperationspartner:
Roland Zieschank
 
Die Intention, neue Argumente für eine Modernisierung der Wirtschaftsberichterstattung bereit zu stellen, prägt auch den Jahreswohlstandsbericht 2021, die vierte Ausgabe dieses von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen geförderten und herausgegebenen Formats (kostenfreier Download unter: https://tinyurl.com/JaWoBe2021). Insgesamt richtet der Jahreswohlstandsbericht den Blick auf die Pandemie als möglichen Katalysator und nimmt dabei eine optimistische Perspektive ein: Ohne die negativen Wirkungen und Herausforderungen zu bagatellisieren, eröffnet die Pandemie die Chance, auch als Beschleuniger von positiven Veränderungsprozessen zu wirken. Diese Aussage gilt vor allem hinsichtlich der im Bericht dargelegten Herausforderungen einer angestrebten Erholung, die Transformationsprozesse in bislang nicht für möglich gehaltenem Tempo beschleunigt – im günstigen Fall etwa die Verknüpfung von Klimapolitik mit Aufbauprogrammen für eine Dekarbonisierung der Wirtschaft oder die neue Wertschätzung von öffentlichen Gütern wie Gesundheit oder intakten Ökosystemen und ihrer Förderung im Rahmen eines europäischen Green Deals.
Als Katalysator könnte sich die Krise auch für eine zukünftig besser angepasste Wirtschaftsberichterstattung erweisen, wo parallel auf internationaler Ebene inzwischen weitere Fortschritte erzielt worden sind, etwa in den wichtigen Bereichen der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen und bei der Erfassung von Biodiversität und Ökosystemen. Dies kann als ein Meilenstein, wenn nicht sogar als Durchbruch bezeichnet werden.
Die nun anstehende Phase ist keine Frage mehr der wissenschaftlichen Erkenntnis allein, sondern sie bedarf des Übergangs in politische Programmatik; sie muss breit institutionell abgesichert werden. Entscheidend wird sein, welche Akteure das Anliegen einer Modernisierung der Wirtschaftsberichterstattung in Deutschland aufgreifen und auf die politische Agenda zur weiteren Diskussion setzen - sowie auch weitere Umsetzungsschritte in Richtung einer dauerhaften Berichterstattung beauftragen können und begleiten.
 
Ansprechpartner

Dr. Benjamin Held

Leiter des Arbeitsbereichs “Nachhaltige Entwicklung”

06221/167257

Dorothee Rodenhäuser

Wissenschaftliche Referentin Arbeitsbereich "Nachhaltige Entwicklung"

06221/167257