Militär und Frieden

 
Die Verbindung von Militär und Frieden erscheint auf den ersten Blick ambivalent. Zunächst steht das Militär für ein bzw. sogar für das Instrument der Kriegsführung, ermöglichen häufig erst bewaffnete Einheiten gewaltsame Konflikte und Kriege. Als Teil der Exekutive des Staates und Instrument des staatlichen Gewaltmonopols kommt ihm aber auch eine zivilisierende und friedensfördernde Funktion zu. Nach dem zivilisatorischen Hexagon von Dieter Senghaas stellt das staatliche Gewaltmonopol eine von sechs wesentlichen Friedensbedingungen dar. Vor diesem Hintergrund stellen sich verschiedene Anfragen: Das reicht von militärischen Einsätzen als Instrument der Friedenssicherung über (neue) Waffensysteme und ihre ethische Legitimierung bis hin zur inneren Verfasstheit von Streitkräften. Anfragen und Entwicklungen dieser Art werden in den einzelnen Projekten dieses Forschungsfeldes auf ihre militärsoziologischen und sicherheitspolitischen Konsequenzen hin beleuchtet und friedensethisch reflektiert.
  
Projekte im Forschungsfeld