Theologie und Naturwissenschaft

Der Arbeitsbereich „Theologie und Naturwissenschaften“ stellt der Evangelischen Kirche in Deutschland auf theologisch und kirchlich relevanten Themenfeldern kritisches Orientierungswissen über die Lebensbedingungen in einer naturwissenschaftlich-technisch geprägten Gesellschaft bereit. Damit steht er in der Tradition eines der zentralen Forschungsfelder der FEST seit ihrer Gründung. Die kritische Reflexion von wissenschaftlicher Forschung und ihrer gesellschaftlichen Anwendung im Lichte eines evangelisch motivierten Verständnisses von Verantwortung gegenüber der Schöpfung und für die demokratische Kontrolle der Handlungsfolgen von Wissenschaft und Technik zählt seit ihrem Gründer und ersten Leiter Georg Picht zum Erbgut der Forschungsstätte. Der Arbeitsbereich befasst sich in Fortsetzung dieser Tradition schwerpunktmäßig mit den gegenwärtigen Bedingungen der Vergesellschaftung des Menschen und der Natur durch Wissenschaft und Technik. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Frage, wie die wissenschaftlich-technische Vermittlung der Vergesellschaftung des Menschen und der Natur – in ihren unterschiedlichen möglichen Formen – öffentlich thematisiert und demokratisch kontrolliert werden kann. Daraus ergibt sich für den Forschungsschwerpunkt die Arbeit an der Verbindung anthropologischer, technikphilosophischer und schöpfungstheologischer mit demokratietheoretischen Fragestellungen.