Wien, 19.03.2026 - Im Rahmen der interdisziplinären wissenschaftlichen Tagung „Die Werte der Natur. Recht, Gerechtigkeit und der Preis der Zerstörung“, die vom 19. bis 20. März 2026 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) stattfand, hat PD Dr. Thomas Kirchhoff (FEST) zu den nicht-materiellen Werte von Natur referiert.
Er machte insbesondere deutlich, dass eine naturwissenschaftliche Konzeptualisierung von Natur als Ökosystem – die zum Beispiel dem Konzept der Ökosystem(dienst)leistungen zugrunde liegt und immer mehr an Einfluss gewinnt – nicht in der Lage ist, die ästhetischen, symbolischen, emotionalen, spirituellen und religiösen Qualitäten und Bedeutungen zu erfassen, in denen die nicht-materielle Werte von Natur, Landschaft, Wildnis, Biodiversität usw. fundiert sind. Erforderlich dafür sind vielmehr insbesondere kulturwissenschaftliche Konzeptualisierungen und Methoden, die auf die unterschiedlichen lebensweltlichen Wahrnehmungsweisen von Natur, Landschaft, Wildnis, Biodiversität usw. Bezug nehmen.
Weitere Referentinnen und Referenten der Tagung waren unter anderem Ulrich Brand, Uta Eser, Franz Essl Karsten Grunewald, Wolfgang Köck, Konrad Paul Liessmann, Rainer Marggraf, Julian Rode, Verena Winiwarter und Heidi Wittmer.

