Kirchen reformieren, transformieren und strukturieren sich derzeit im großen Maße neu. Aber wie verändern diese Prozesse das Verständnis der Kirche? In vier halbtägigen digitalen Workshops wird diese Frage verfolgt, im Gespräch zwischen akademischer Theologie und Kirchenpraktikern.
1. Was ist Kirche? Kirchenbilder (13.09.2024 – 13-17 Uhr)
In den – wenigen – Debatten über die theologische Einordnung der Transformationsprozesse spielen sog. „Kirchenbilder“ eine zentrale Rolle: Segensort oder Erzählgemeinschaft, Hort der Spiritualität oder öffentliche Kirche – welche Kirchenbilder sind hilfreich und verändern sie das theologische Verständnis der Kirche als Leib Christi oder Gemeinschaft der Glaubenden?
U.a. mit Dr. Steffen Bauer, Dr. Ralph Charbonnier, Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann und Bischof Christian Kopp.
2. Wer ist Kirche? Akteur*innen (11.11.2024 – 9-13 Uhr)
Die Aufgabe der öffentlichen Verkündigung (Confessio Augustana Artikel XIV) vervielfältigt sich und somit wandelt sich das Verständnis von Amt und Beauftragung. Für Pfarrpersonen hat durch Regionalisierungsprozesse vor allem der Aufwand im Feld von Management und Geschäftsführung zugenommen, aber auch das Arbeiten in multiprofessionellen Teams verändert das Selbstverständnis. Und wie kann das Verhältnis von Ehren- und Hauptamtlichen theologisch gedacht werden?
U.a. mit Pfarrerin Claudia Sattler, Dr. Friederike Erichsen-Wendt, Dr. Patrick Todjeras und Prof. Dr. Sabrina Müller.
3. Wo ist Kirche? Orte und Institutionen (13.01.2025 – 9-13 Uhr)
Die Frage nach Kirchenbildern verbindet sich mit Debatten um Orte kirchlichen Handelns: Kirchliche Präsenzen jenseits der Institution, Pop-Up Churches oder Kasualagenturen versuchen neue Orte von Kirche zu etablieren. Wo und wie ist also Kirche nach Confessio Augustana Artikel VII, wo „das Evangelium rein verkündet und die Sakramente recht verwaltet“ werden? Wie kann die Gleichwertigkeit von Gemeindeformen ekklesiologisch eingeholt und institutionell verortet werden?
U.a. mit Pfarrerin Josephine Teske, OKR Dr. Matthias Kreplin, Prof. Dr. Christian Grethlein, Prof. Dr. Arnulf von Scheliha und Prof. Dr. Andreas Thier.
4. Wozu ist Kirche? Kirche und Gesellschaft (17.03.2025 – 9-13 Uhr)
Die Verortung der Kirchen in der Gesellschaft prägt die Frage nach der Bedeutung der Kirchen: Wie ist das Verhältnis von Kirche und Gesellschaft in einer sich zunehmend als Minderheit erlebenden Kirche theologisch neu zu deuten? Was sind Wege kirchlicher Relevanz in der Gesellschaft angesichts der in der KMU VI erhobenen Verschiebungen in der Wahrnehmung kirchlicher Handlungsfelder?
U.a. mit Pfarrerin Marina von Ameln, Dr. Anne Gidion und Prof. Dr. Kristin Merle.
Die Workshops finden digital statt und sind kostenfrei.
Anmeldungen nimmt PD Dr. Frederike van Oorschot gern entgegen unter: frederike.van.oorschot@fest-heidelberg.de
Die Vorträge im Rahmen der Workshops werden teilweise nach dem Workshop auf dem Youtube-Kanal der FEST veröffentlicht.
Die Playlist der Workshopbeiträge finden Sie hier:
Die Playlist der Workshopbeiträge finden Sie hier:

