Stellung transnationaler Unternehmen im Völkerrecht


Die Transnationalität von Unternehmen bedeutet eine Herausforderung für nationales und internationales Recht. Um diese mächtigen Akteure rechtlich zu binden, wird ihre völkerrechtliche Stellung kontrovers diskutiert. Das Projekt untersucht, welche Möglichkeiten es gibt, transnationale Unternehmen völkerrechtlich einzubinden.


Fragestellungen

  • Wie wurde und wird auf Ebene der Vereinten Nationen mit den durch Transnationale Unternehmen hervorgerufenen rechtlichen und tatsächlichen Problemen umgegangen?

  • Inwieweit ist die Verantwortlichkeit für die Kontrolle transnationaler Unternehmen auf nationaler Ebene angesiedelt?

  • Wie gestaltet sich der Konflikt zwischen einerseits der dezentralisierten Durchsetzung völkerrechtlicher Vorgaben und darüber hinausgehender nationaler Maßstäbe durch die einzelnen Staaten und andererseits dem völkerrechtlichen Prinzip der Nicht-Einmischung?


Ziel

Weg bereiten für Lösungen, die gewährleisten, dass einerseits transnationale Unternehmen nicht im rechtsfreien Raum schweben, und andererseits Staaten die Rechtsdurchsetzung nicht missbrauchen, um ihre eigenen wirtschaftlichen und Machtinteressen gegen andere Länder auszuspielen.


Verantwortlich

  • Dr. Katarina Weilert


Arbeitsformen

  • Publikationen

  • Vorträge, u.a. „Zähmung der Unzähmbaren? Die Stellung transnationaler Unternehmen im Völkerrecht“, Tagung „Mitgestaltung der (inter-)nationalen Wirtschaftsordnung und -praxis“, März 2012, Paulus-Akademie Zürich


Publikationen

  • Weilert, Katarina A. (2010): Taming the Untamable? Transnational Corporations in United Nations Law and Practice, in: Max Planck Yearbook of United Nations Law, Vol. 14, 445–506, Heidelberg 2010, online unter: http://www.mpil.de/ww/de/pub/forschung/forschung_im_detail/publikationen/institut/mpyunl/volume_14__2010.cfm

  • Weilert, Katarina A. (2009): „Transnationale Unternehmen im rechtsfreien Raum? Geltung und Reichtweite völkerrechtlicher Standards“, in: Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (ZaoRV) 69, 883–917, online unter: http://www.zaoerv.de/69_2009/vol69.cfm

  • Weilert, Katarina A. (2009): „Transnationale Unternehmen zwischen Völkerrecht und soft law“, in: Internationale Gerechtigkeit. Theorie und Praxis, hg. von Hartung, Gerald/ Stephan Schaede, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 207–238.

  • Weilert, Katarina A./Teichert, Volker/Rodenhäuser, Dorothee (2009): „Die Bearbeitung von zivilen Konflikten zwischen transnationalen Unternehmen und ihren Stakeholdern“, in: Friedensgutachten 2009, hg. von Jochen Hippler/Christiane Fröhlich/Margret Johannsen/Bruno Schoch/Andreas Heinemann-Grüder, Münster: LIT, 293–305.

VERANSTALTUNGEN
"'Mehr Verantwortung für den Frieden'. Deutsche Außenpolitik in Zeiten des Umbruchs", 26. Mai 2017, 11–13 Uhr, Podiumsdiskussion, DEKT Berlin Messehallen

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Lorenzo Fioramonti: "The World After GDP: Economics, Politics and International Relations in the Post-Growth Era", 29. Mai 2017, 18:00 Uhr c.t., Öffentlicher Abendvortrag, FEST, Heidelberg

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