Themenfeld Wohlfahrtsindizes (NWI/RWI)

Übersicht

 

 


Visualierungstool des Nationalen Wohlfahrtsindex aktualisiert

In Zusammenarbeit mit der FEST haben Roland Zieschank (Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin) und Annika Mierke (Stilbüro, Berlin) das internetbasierte Visualisierungstool des Nationalen Wohlfahrtsindex aktualisiert (Werte bis 2014) und optisch neu gestaltet. Außerdem sind alle Texte nun auch in englischer Sprache abrufbar. In dem Tool werden die Ergebnisse des NWI auf eine neue, auch Nicht-Fachleuten besser zugängliche Weise präsentiert. Alle fachspezifischen Details lassen sich dann über weitere Ebenen der Gesamtdarstellung abrufen. Zu finden ist das Visualierungstool unter:

http://www.nationaler-wohlfahrtsindex.de/

Das Projekt wurde vom Umweltbundesamt gefördert.

 


Aktualisierte Zeitreihe des Nationalen Wohlfahrtsindex (NWI 2016) veröffentlicht: Wohlfahrt in Deutschland seit 1991 auf Grund gestiegener Ungleichheit kaum gewachsen

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat zwischen 1991 und 2014 um gut 30 Prozent zugelegt. Der gesamtwirtschaftliche Wohlstand in der Bundesrepublik lag 2014 hingegen nur gut 4 Prozent höher als 1991. Dieses Ergebnis erbringen die neuesten Berechnungen des „Nationalen Wohlfahrtsindex 2016“ (NWI 2016), die die FEST in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU) der Freien Universität Berlin im Auftrag des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung vorgenommen hat. Hauptgrund für das relativ schwache Abschneiden bei der Wohlfahrtsentwicklung ist der deutliche Anstieg der Einkommensungleichheit vor allem in den 2000er Jahren.

Ausführliche Informationen und Erläuterungen zum NWI und seiner Entwicklung im Vergleich zum BIP - die sich grob in drei Phasen einteilen lässt (Phase 1: 1991-1999, Phase 2: 1999-2005, Phase 3: 2005-2013) - finden Sie in der frei verfügbaren Studie "Wohlfahrtsmessung „Beyond GDP“ – Der Nationale Wohlfahrtsindex (NWI 2016)", die Sie unter folgendem Link herunterladen können:

Download der Studie

Pressemitteilung IMK/Hans-Böckler-Stiftung

Tagesthema

 


Aktualisierung des Regionalen Wohlfahrtsindex für Rheinland-Pfalz (RWI-RLP) erschienen

Nachdem im Jahr 2014 der Regionale Wohlfahrtindex das erste Mal für Rheinland-Pfalz im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL) erarbeitet und veröffentlicht wurde, wurde nun erneut im Auftrag des MWKEL die erste Aktualisierung des RWI-RLP vorgelegt. Darin wurden zum einen verschiedene methodische Verbesserungen vorgenommen und zum anderen die Zeitreihe bis zum Jahr 2013 fortgeschrieben.

Die vollständige Studie (mit einem Vorwort von Ministerin Evelin Lemke) können Sie sich kostenfrei auf der RWI-Themenseite des Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung oder über den untenstehenden Direktlink herunterladen:

Regionaler Wohlfahrtsindex für Rheinland-Pfalz 2015

Die im Zuge der Veröffentlichung des RWI-Berichts herausgebene Pressemitteilung des MWKEL finden Sie hier:

Lemke: Der RWI gibt wertvolle Denkanstöße für wohlfahrtsorientierte Wirtschaftspolitik

 

 


Nationaler Wohlfahrtsindex international: National Welfare Index and/et l'Indice National du Bien-être

Die Messung gesellschaftlicher Wohlfahrt jenseits des BIP ist ein international viel und kontrovers diskutiertes Thema. Deswegen gibt es neben den zahlreichen deutschsprachigen Veröffentlichungen über den Nationalen Wohlfahrtsindex (NWI) auch verschiedene englisch- und inzwischen auch französischsprachige Publikationen. Einige davon finden Sie hier zusammengestellt.

Downloads

Englisch

Measuring Welfare in Germany - A suggestion for a new welfare index (2010)

The National Welfare Index as a Contribution to the Debate on a More Sustainable Economy (2012)

Barriers and Opportunities: the Use and Impact of the German National Welfare Index (NWI) by Alistair Whitby (2013)

Update and methodological revision of the National Welfare Index 2.0 for Germany – 1991 to 2012 – final report ­ Summary (2016)

Französisch

L’Indice National du Bien‐être: Une mesure pour redéfinir le progrès (2016)

 


Neue Studie: Erstmals Regionaler Wohlfahrtsindex (RWI) für Nordrhein-Westfalen berechnet

An was sollte sich die Politik von Nordrhein-Westfalen orientieren, um das Wohlergehen der Bewohnerinnen und Bewohner des Landes, jetzt und in der Zukunft, zu befördern? Welche Indikatoren oder Indices zeigen die „richtige“ Richtung und können der Politik eine Orientierungshilfe sein? Sollten hierfür „objektive“ Fakten analysiert oder Einstellungen und Wahrnehmungen der Bevölkerung erkundet werden? Und wie lässt sich die Notwendigkeit, einen Diskurs über diese Fragen offen zu führen, in die Politik, aber vor allem auch in die Medien und in die Öffentlichkeit hinein vermitteln? Dies sind Fragen, die Ausgangspunkte der von FEST durchgeführten und von der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegebenen Studie waren. In der Studie wird zum ersten Mal der Regionale Wohlfahrtsindex für Nordrhein-Westfalen (RWI NRW) berechnet und mit dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Bundeslandes verglichen. Außerdem werden Ergebnisse ausgewählter empirische Studien zu den Themen Zukunftsfähigkeit, Lebensqualität und Glück in Nordrhein-Westfalen einander gegenübergestellt und subjektive Einschätzungen der Menschen in Nordrhein-Westfalen aufgrund einer eigenen Auswertung des sozio-ökonomischen Panels (SOEP) präsentiert.

Vergleich von RWI, BIP und Lebenszufriedenheit

RWI und BIP weisen in Nordrhein-Westfalen in den meisten Jahren gegenläufige Tendenzen und insgesamt eine klare Auseinanderentwicklung auf. Von einem Indexwert von rund 100 Punkten im Jahr 1999 sinkt der RWI NRW auf einen Wert von 90 im Jahr 2013. Das preisbereinigte, normierte BIP NRW steigt dagegen von 99 im Jahr 1999 auf rund 106 Punkte in den letzten drei Jahren der Zeitreihe, mit einem zwischenzeitlichen Rückgang von einem Maximalwert von 107 im Jahre 2008 auf 102 Punkte während des Krisenjahres 2009.

Die unterschiedlichen Trendentwicklungen von RWI und BIP setzen ab dem Jahr 2001 ein. Dabei durchlaufen beide Kurvenunterschiedliche Phasen: Der RWI geht – bei auftretenden Schwankungen – von 2001 bis 2010 deutlich zurück. Das BIP stagniert bis 2005 und steigt in den darauffolgenden drei Jahren erheblich. 2009 bricht es im Zuge der Krise ein. Im Jahr 2010 setzt zunächst eine klare Erholung des BIP ein, ab 2012 weist es erneut eine stagnierende bis leichtrückläufige Entwicklung auf. Der RWI steigt von 2010 bis 2012 leicht von 90 auf 91 an. Im Jahr 2013 fällt er wieder auf einen Wert von 90. 

Ausführliche Informationen bezüglich der Gründe für die unterschiedliche Entwicklung von RWI und BIP können Sie in der frei verfügbaren Studie nachlesen. Darin enthalten sind außerdem auch subjektive Indikatoren unter anderem bezüglich der subjektiven Lebenszufriedenheit, aber auch bezüglich weiterer Themengebiete wie beispielsweise was den Menschen in NRW wichtig ist, worüber sie sich Sorgen machen, wie zuversichtlich sie in die Zukunft schauen und einiges mehr.

Unter folgendem Link können Sie die ausführliche Studie, die mit einem Vorwort von Franz-Josef Lersch-Mense (Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien,
Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen) sowie einer Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse beginnt, herunterladen.

Downloads

Download der Studie



Studie "Aktualisierung und methodische Überarbeitung des Nationalen Wohlfahrtsindex 2.0 für Deutschland - 1991 bis 2012" veröffentlicht

In Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU) der Freien Universität Berlin hat die FEST eine neue Studie über den Nationalen Wohlfahrtsindex (NWI) veröffentlicht. Die Studie gibt zunächst einen Überblick über die aktuelle Diskussion um die Messung von Wachstum und Wohlfahrt und zur Kritik an der Eignung des Bruttoinlandsprodukts als Wohlfahrtsmaß. Der Hauptteil der Arbeit bezieht sich auf die Aktualisierung der Zeitreihe des NWI bis 2012, was eine ausführliche Diskussion der zwanzig Komponenten des NWI mit einschließt. Die aktuelle Entwicklung des NWI wird sodann ausführlich diskutiert, der Einfluss der einzelnen Komponenten wird abgeschätzt. Die Studie wurde vom Umweltbundesamt gefördert.

Vergleich der Entwicklung von NWI und BIP

Trotz teilweise gegenläufiger Entwicklung in den Jahren 1992 und 1993 entwickeln sich NWI und BIP bis 1999 sehr ähnlich, wobei der NWI eine etwas stärkere positive Entwicklung aufweist. Ausgehend von einem Niveau von 88 Punkten steigt er auf rund 100 Punkte (BIP: 91 auf 99). Dann jedoch setzt eine Auseinanderentwicklung ein, die im Trend bis 2012 anhält. Von dem Indexwert 100 im Jahr 1999 sinkt der NWI auf 91 Punkte im Jahr 2012, während das BIP auf 107 Punkte steigt. Dabei lassen sich unterschiedliche Phasen unterscheiden: Stagniert das BIP in den Jahren 2000 bis 2005 weitgehend, weist der NWI im gleichen Zeitraum einen deutlichen Rückgang auf nur noch 91 Punkte auf. Anschließend verharrt der NWI bei leichten Schwankungen auf diesem Niveau, lediglich im Jahr 2007 erreicht er zwischenzeitlich einen Wert von rund 92 Punkten. Das BIP dagegen wächst zunächst bis 2007 auf 106 Punkte, geht 2008 leicht zurück und bricht im Jahr der Wirtschaftskrise 2009 auf 101 Punkte ein. Der Kontrast zur leichten Steigerung des NWI im Jahr 2009 ist damit erheblich. Schon 2010 verzeichnet das BIP einen erneuten Anstieg, 2011 erreicht es den Maximalwert des betrachteten Zeitraums von rund 107 Punkten.

Wie sich die 20 in den NWI eingehenden Komponenten entwickelt haben und welche Einfluss diese auf den NWI hatten, können Sie in ausführlicher Form in der kostenlos verfügbaren Studie unter folgendem Link nachlesen

Downloads

Download der Studie auf der Seite des UBA

 


Neue Form der Präsentation des Nationalen Wohlfahrtsindex erschienen

In Zusammenarbeit mit der FEST haben Roland Zieschank (Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin), Jo van Nouhyus (Nouhuys Consult, Berlin) und Annika Mierke (Stilbüro, Berlin) eine internetbasierte Präsentation des Nationalen Wohlfahrtsindex entwickelt. Hier werden die Ergebnisse des NWI auf eine neue, auch Nicht-Fachleuten besser zugängliche Weise präsentiert. Alle fachspezifischen Details lassen sich dann über weitere Ebenen der Gesamtdarstellung abrufen. Die Präsentation ist ab sofort online verfügbar unter:

www.fest-nwi.de

Das Projekt wurde vom Umweltbundesamt gefördert.

 


Neue Studie "Regionale Wohlfahrtsindex und Gestaltung wohlfahrtsorientierter Wirtschaftspolitik" für Rheinland-Pfalz veröffentlicht

Im April 2014  wurde die im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz erstellte Studie "Regionale Wohlfahrtsindex und Gestaltung wohlfahrtsorientierter Wirtschaftspolitik" veröffentlicht.

Die hier erarbeitete Studie berechnet zum ersten Mal den RWI-Rheinland-Pfalz (RWI-RP), basierend auf Zeitreihen von 1999 bis 2010, und erlaubt damit einen Vergleich der Entwicklung mit dem BIP von Rheinland-Pfalz.

 

RWI und BIP Rheinland-Pfalz

 

RWI und BIP entwickeln sich phasenweise durchaus ähnlich, in mehreren Jahren allerdings auch klar gegenläufig. Vor allem in der zweiten Hälfte des betrachteten Zeitraums kommt es zu einer erkennbaren Auseinanderentwicklung, ab 2003 öffnet sich die Schere zwischen RWI und BIP zunehmend: Während das BIP zunächst noch etwas schwankt und dann bis 2007 deutlich wächst, sinkt der RWI anfangs stärker und erholt sich im Folgenden nur geringfügig. 2008 kommt es dann zu einem überraschend starken Absinken des RWI. Trotz der – im Gegensatz zur Entwicklung des BIP stehenden – Steigerung im Jahr 2009 erreicht der RWI danach nicht mehr die Werte früherer Jahre. Vielmehr führt der erneute Rückgang im Jahr 2010 auf den Minimalwert der Zeitreihe.

Wichtiger Faktor für diesen Verlauf sind die gewichteten Konsumausgaben (Komponente 2), die aufgrund der sich im Trend verschlechternden Einkommensverteilung im betrachteten Zeitraum überwiegend im Sinken begriffen sind.

Ausführliche Informationen über den RWI-Rheinland-Pfalz finden Sie in der Zusammenfassung und in der Langfassung der Studie.

 

Downloads

Die gesamte Studie sowie eine Zusammenfassung können Sie unter folgendem Link herunterladen:

RWI-Themenseite des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz

 

 


 

Neue Studie "Regionaler Wohlfahrtsindex Hamburg" veröffentlicht

Im April 2014 wurde die von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der Hamburgischen Bürgerschaft geförderte Studie "Der Regionale Wohlfahrtsindex für Hamburg - 1999 bis 2011" veröffentlicht.

Die hier erarbeitete Studie berechnet zum ersten Mal den RWI-Hamburg (RWI-HH), basierend auf Zeitreihen von 1999 bis 2011, und erlaubt damit einen Vergleich der Entwicklung mit dem BIP Hamburgs.

RWI und BIP Hamburg

RWI und BIP weisen in Hamburg in einigen Jahren gegenläufige Tendenzen, in anderen Jahren die gleiche Entwicklungsrichtung auf. Insgesamt ist – bei insgesamt eher geringen Veränderungen – eine leichte Auseinanderentwicklung zu beobachten: Mit einem Indexwert von etwas über 100 im Jahr 1999 und einem Wert von 97 im Jahr 2011 geht der RWI-HH über den gesamten Betrachtungszeitraum im Trend zurück. Das preisbereinigte, normierte BIP steigt dagegen von 99 auf 103 Punkte. Dabei weisen die Kurven zwischenzeitlich stärker ausgeprägte gegenläufige Entwicklungen auf: So sinkt unter anderem in dem relativ kurzen Zeitraum von 1999 bis 2002 der RWI deutlich (auf knapp 96 Punkte), während das BIP steigt (auf einen Wert von knapp 104).

Wichtigster Faktor für den Verlauf des RWI sind die gewichteten Konsumausgaben (Komponente 2): Sie weisen erhebliche Schwankungen auf, die einerseits von der Verteilung der Einkommen, andererseits von der Entwicklung der realen Konsumausgaben bestimmt werden.

Ausführliche Informationen über den RWI-Hamburg finden Sie in der Langfassung der Studie.

 

Downloads

Die gesamte Studie finden Sie unter folgendem Link:

Langfassung der Studie

 

 



Neue Studie "Regionaler Wohlfahrtsindex Sachsen" veröffentlicht

Die im Dezember 2013 veröffentlichte Studie geht auf eine gemeinsame Anregung der Landtagsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen und Thüringen von 2012 zurück, die regionale Anpassung des Nationalen Wohlfahrtsindex, die 2012 und 2013 entwickelt und für Bayern im Juni 2013 vorgelegt wurde, für die beiden Bundesländer zu übernehmen.

Die hier erarbeitete Studie berechnet zum ersten Mal den RWI-Sachsen (RWI-SN), basierend auf Zeitreihen von 1999 bis 2010, und erlaubt damit einen Vergleich der Entwicklung mit dem BIP Sachsens.

RWI und BIP Thueringen

Wie gut zu erkennen ist, entwickeln sich RWI und reales BIP im Betrachtungszeitraum erheblich auseinander: Das sächsische BIP steigt zwischen 2000 und 2004 sowie – nach einem leichten Rückgang im Jahr 2005 – bis 2007 deutlich an. Im Zuge der Wirtschaftskrise 2008/2009 bricht es hingegen ein, um im Jahr 2010 erneut deutlich zu wachsen. Dagegen entwickelt sich der RWI von 1999 auf 2000 zunächst leicht positiv, geht in den folgenden Jahren im Trend jedoch deutlich zurück. Lediglich in den Jahren 2003 und 2010 kommt es zu einer Erholung.

Ein wichtiger Grund für diesen Verlauf ist der Einfluss der gewichteten Konsumausgaben (Komponente 2): In acht von elf Jahren machen Veränderungen der Konsumausgaben mindestens 20 Prozent der negativen Änderungen des Wohlfahrtsindex aus, in drei davon sogar mindestens 50 Prozent. Auch die positiven Änderungen des RWI in den Jahren 2003 und 2010 gehen mit jeweils 37 Prozent auf Komponente 2 zurück. Dabei ist der Rückgang der gewichteten Konsumausgaben zum einen auf die sich im Trend verschlechternde Einkommensverteilung, zum andern auf die Abnahme der sächsischen Bevölkerung zurückzuführen, die zu sinkenden realen Konsumausgaben beiträgt.

Ausführliche Informationen über den RWI-Sachsen finden Sie im Executive Summary und in der Langfassung der Studie.

 

Downloads

Eine Zusammenfassung der Studie können Sie unter folgendem Link herunterladen:

Executive Summary

Die gesamte Studie finden Sie unter folgendem Link:

Langfassung der Studie

 

 


 


Neue Studie "Regionaler Wohlfahrtsindex Thüringen" veröffentlicht


Im Oktober 2013 wurde die Studie "Der Regionale Wohlfahrtsindex für Thüringen 1999 bis 2010" veröffentlicht, die auf eine gemeinsame Anregung der Landtagsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen und Thüringen von 2012 zurückgeht, die regionale Anpassung des Nationalen Wohlfahrtsindex, die 2012 und 2013 entwickelt und für Bayern im Juni 2013 vorgelegt wurde, für die beiden Bundesländer zu übernehmen.

Der vorgelegte Regionale Wohlfahrtsindex für Thüringen (RWI-TH) bietet über den Zeitraum von 1999 bis 2010 die Möglichkeit, die Entwicklung von BIP und RWI miteinander zu vergleichen.

RWI und BIP Thueringen

Erkennbar wird eine Auseinanderentwicklung von RWI und BIP über den gesamten Betrachtungszeitraum: Das thüringische BIP stagniert zunächst bis 2004 weitgehend, wächst dann zwischen 2005 und 2007 deutlich, bricht aber im Zuge der Wirtschaftskrise 2008/2009 erneut ein. Im Jahr 2010 steigt das BIP auf seinen Höchststand. Dagegen sinkt der RWI im Trend von 1999 bis 2010 deutlich, wobei der Verlauf Schwankungen aufweist, mit relativen Minima 2002, 2005 und 2008 und relativen Maxima 2003, 2006 und 2009.

Hauptgrund für diesen Verlauf ist der Einfluss der gewichteten Konsumausgaben: In fünf von elf Jahren machen Veränderungen der Konsumausgaben mindestens 50 Prozent der negativen Änderungen des Wohlfahrtsindex aus, in drei weiteren mindestens 25 Prozent. Die positiven Änderungen des RWI im Jahr 2006 gehen sogar zu 93 Prozent auf diese Komponente zurück, im Jahr 2009 beträgt der Anteil 51 Prozent.

Ausführliche Informationen über den RWI-Thüringen finden Sie im Executive Summary und in der Langfassung der Studie.

 

Downloads

Eine Zusammenfassung der Studie können Sie unter folgendem Link herunterladen:

Executive Summary

Die gesamte Studie finden Sie unter folgendem Link:

Langfassung der Studie

 

 


 


Neue Studie "Regionaler Wohlfahrtsindex Bayern und Elemente wohlfahrtsorientierter Strukturpolitik" veröffentlicht

In der vorliegenden, von der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen angeregten Studie wird zum einen der Nationale Wohlfahrtsindex erstmals in eine regionale Variante für Bayern angepasst und in einer Zeitreihe von 1999 bis 2010 vorgelegt. Zum anderen werden für drei Branchen exemplarisch Potenziale einer nachhaltigen Entwicklung aufgezeigt: für Fahrzeugbau, Umweltwirtschaft und Tourismus. Die Studie entstand unter Federführung der FEST in Kooperation mit dem Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU) der Freien Universität Berlin und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW).

Auffällig ist die Auseinanderentwicklung von RWI und BIP: Während das BIP in Bayern bis zum Jahr 2007 deutlich ansteigt, entwickelt sich der RWI im Trend negativ. Besonders im Zeitraum 1999 bis 2006 verlaufen beide Kurven gegenläufig. Dabei schwankt der RWI im Gesamtzeitraum, mit relativen Minima in den Jahren 2002, 2006 und 2009 und relativen Maxima 1999, 2003, 2007 und 2010.

Dominierender Faktor für diesen Verlauf sind die gewichteten Konsumausgaben (Komponente 2), die aufgrund der sich im Trend verschlechternden Einkommensverteilung über den betrachteten Zeitraum deutlich absinken. In sechs von elf Jahren machen Veränderungen der Konsumausgaben mindestens 60 Prozent der negativen Änderungen des Wohlfahrtsindex aus. Auch die positive Änderung des RWI im Jahr 2010 geht zu 60 Prozent auf Komponente 2 zurück. Während der Gini-Index sich gegenüber 2009 nicht verändert, steigen die realen Konsumausgaben in diesem Jahr nach einem Rückgang im Vorjahr wieder an, so dass die gewichteten Konsumausgaben (wie das BIP) ebenfalls anwachsen.

Ausführliche Informationen über den RWI-Bayern und die Branchenanalysen finden Sie im Executive Summary und in der Langfassung der Studie.

 

Downloads

Eine Zusammenfassung der Studie können Sie unter folgendem Link herunterladen:

Executive Summary

Die gesamte Studie finden Sie unter folgendem Link:

Langfassung der Studie

 


 

Neue Studie „NWI 2.0 - Weiterentwicklung und Aktualisierung des Nationalen Wohlfahrtsindex" veröffentlicht

Im Rahmen eines vom  Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Forschungsprojekts haben die FEST und das Forschungszentrum für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin (FFU) den im Jahr 2009 zum ersten Mal veröffentlichten „Nationalen Wohlfahrtsindex" (NWI) weiterentwickelt und fortgeschrieben.



Der nun vorgelegte, überarbeitete NWI 2.0 bietet über den Zeitraum von 1991 bis 2010 die Möglichkeit, die Entwicklung von BIP und NWI miteinander zu vergleichen werden – mit bemerkenswerten Ergebnissen.

Die Aktualisierung weist neben unterschiedlichen Entwicklungen von NWI und BIP seit Beginn der 2000er Jahre nun auch für die jüngste Wirtschaftskrise Divergenzen aus. 2009 kommt es zu einem deutlichen Anstieg des NWI, der im Kontrast zum Sinken des BIP steht. Hauptgrund sind rückläufige Umweltkosten; vor allem die Luftschadstoffkosten, die Ersatzkosten für die Verwendung nicht erneuerbarer Ressourcen und Schäden durch CO2-Emissionen sind gesunken. Viele weitere Informationen zu den einzelnen Komponenten und der Methodik finden Sie im Executive Summary und der Langfassung der Studie.

 

Downloads

Eine Zusammenfassung der Studie können Sie unter folgendem Link herunterladen:

Executive Summary

Die gesamte Studie finden Sie unter folgendem Link:

Langfassung der Studie

 


 

Die Grundlage: Der NWI (1.0)

In Zusammenarbeit zwischen der FEST (Prof. Dr. Hans Diefenbacher, Dorothee Rodenhäuser) und dem Forschungszentrum für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin (Roland Zieschank) war im Rahmen eines vom Umweltbundesamt geförderten Projektes 2009 eine erste Version dieses Wohlfahrtsindex entwickelt worden. Die Studie wurde unter dem Titel "Wohlfahrtsmessung in Deutschland - Ein Vorschlag für einen nationalen Wohlfahrtsindex" veröffentlicht.

 

Downloads

Den Endbericht der Studie finden Sie in deutscher und in englischer Sprache unter folgenden Links:

Deutsche Fassung

Englische Fassung

 


 

Der Regionale Wohlfahrtsindex (RWI)

Auf Grundlage des NWI wurden auch Methoden zur Berechnung der Wohlfahrt auf Bundesländerebene, der sogenannte Regionale Wohlfahrtsindex (RWI), entwickelt. Die Entwicklung und erste Berechnung des RWI wurde im Rahmen einer von der schleswig-holsteinischen Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen beauftragten Studie unter derm Titel "Grünes BIP – Grüne Wirtschaftspolitik für Schleswig-Holstein" erstellt. Neben der Berechnung des RWI für Schleswig-Holstein wurden dabei auch Branchenanalysen und Empfehlungen für eine grüne Wirtschaftspolitik erarbeite. Die Studieentstand in einer Kooperation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg (FEST, Federführung), des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung in Berlin (IÖW) und dem Forschungszentrum für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin (FFU); außerdem fand eine intensive Beratung von ersten Versionen des Textes mit dem Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie statt. Weitere Studien auf Bundesländerebene sind in Arbeit.

 

Downloads

Die Studie zum Regionalen Wohlfahrtsindex Schleswig-Holsteins (RWI-SH) finden Sie unter folgendem Link:

Grünes BIP – Grüne Wirtschaftspolitik für Schleswig-Holstein

 


 

Medienresonanz

Medienresonanz zum NWI 2.0

DIE ZEIT: "Gutes Leben, neu berechnet" (04/2013; 17.01.2013)
Deutsche Welle: Die Top Ten des Wohlstands (28.01.2013)
Frankfurter Rundschau/Berliner Zeitung: "Eine andere Sicht auf den Wohlstand" (02.02.2013)
dapd: "Neuer Index belegt sinkenden Wohlstand trotz wachsender Wirtschaft" (02.02.2013)

Medienresonanz zum NWI (1.0)

DIE ZEIT: Die Mängel der Statistik (14/2009; 26.03.2009)
Der FREITAG: Der falsche Standard (23.04.2009)
taz: Die Vermessung des Wohlstands (12.08.2009)
3sat/nano: Wachstum soll auch Nachhaltigkeit bedienen (Text+Video) (27.11.2009)
SWR2 Wissen: Aula: Wachstum macht noch keinen Wohlstand (Text+Audio) (10.01.2010)
Utopia.de : Die Wohlfahrt neu (ver)messen (30.06.2010)
ARD: Die Vermessung des Wohlstands (13.12.2010)
Tagesspiegel: Wohlstand ist mehr als Wachstum (16.04.2011)
Le Monde diplomatique: Indikatoren des Glücks (09.07.2010)
Deutschlandfunk: Geld allein macht nicht glücklich (Text+Audio) (27.01.2011)
Deutschlandfunk: Bruttoinlandsprodukt - ein Mysterium (04.07.2011)

Medienresonanz zum RWI

DIE ZEIT: Die Grünen ... und plötzlich reich (21/2011; 19.05.2011)
Süddeutsche Zeitung: Wohlfahrtsindex statt BIP: Alles für den Wohlfühlfaktor (19.05.2011)
taz: Der Grüne Robert Habeck über Wohlstand (06.06.2011)

VERANSTALTUNGEN
"'Mehr Verantwortung für den Frieden'. Deutsche Außenpolitik in Zeiten des Umbruchs", 26. Mai 2017, 11–13 Uhr, Podiumsdiskussion, DEKT Berlin Messehallen

weiterlesen
Lorenzo Fioramonti: "The World After GDP: Economics, Politics and International Relations in the Post-Growth Era", 29. Mai 2017, 18:00 Uhr c.t., Öffentlicher Abendvortrag, FEST, Heidelberg

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